Home
Events
Memory Models
Market
Clubadresse:

Rootes Car Owners Switzerland

Postfach

CH 8494 Bauma




owners@rootes.ch

Die Rootes waren und gingen auf "Einkaufstour".Mitte der Dreissiger übernahm man die STD-Gruppe. Die drei Buchstaben standen für Sunbeam-Talbot-Darracq.Was in Deutschland die Auto-Union oder NAG, in Frankreich die GFA und in den USA GM, das war für England nebst der Nuffield-Gruppe eben Rootes. Allerdings trennte man die in den Zwanziger Jahren von STD gekauften französischen Darracqwerke ab.

Financier und Maschinenbauingenieur Lago baute ab diesem Zeitraum die bekannten Talbot-Lago Automobile. Die ehemals englischen Talbot's trugen die Markenbezeichnung Sunbeam-Talbot. Doch der Einkaufsburnmel ging für die in der Zwischenzeit gegründete Rootes-Group weiter. Auch der Nutzfahrzeughersteller Karrier wurde geschluckt und als Nachspeise verleibte man sich noch kurz vor dem Krieg den Lieferwagenhersteller Vulcan ein.

Der Rootes-Konzern war zum Grosskonzern gereift und die beiden Rootes durften sich Sir Reginald und Sir William nennen. Auch die Erzkonkurrenten Austin (Austin Motors) und Morris (Nuffield-Group) machten sich so langsam ihre Gedanken und schielten immer ängstlicher zur Rootes-Gruppe.
Sämtliche Rootes-Autowerke wurden modernisiert und rationalisiert, das einstige Vieltypenprograrnm gestrafft sowie das Baukastensystem eingeführt. Vorbei war die Zeit wo jeder Hersteller seine eigenen Motoren und Getriebe baute. Auch Lizenzen wurden vergeben. Während Nissan in Japan den Austin Seven herstellte, so tat das gleiche Toyota mit dem Hillman Minx.

Auch nach dem zweiten Weltkrieg ging es mit Rootes weiterhin bergauf. Die Rootesprodukte waren in vielen Ländern sehr gefragt. Der Hillman Minx übrigens, war Anfang der Fünfziger in seiner Klasse das meistverkaufte Automobil in der Schweiz.

Als Abschluss der Eigenständigkeit wurde 1956 auch noch Singer-Motors in den Konzern aufgenommen. Dies allerdings brachte keinen späteren Profit sondern nur eine finanzielle Belastung. Dazu kam noch eine teilweise falsche Modellpolitik und nicht zuletzt die immer häufiger werdenden Streiks.

In den späteren Jahren der Fünfziger kam der Konzern plötzlich ins Rutschen aus dem dann urplötzlich ein unaufhaltsames Schleudern wurde. Ein Auffangen aus eigener Kraft war unmöglich. Die eigenen finanziellen Mittel waren längst aufgebraucht und die Banken drehten den Kredithahn zu.

Die Chrysler Corporation witterte in Europa ein Geschäft und beteiligte sich 1959 am Konzern. Anfang der Sechziger ein weiteres mal, denn der Geschäftsgang bei Rootes ging schlecht. Die Streiks nahmen zu, die Qualität nahm deshalb und nicht zuletzt absichtlich ab, und die dringenden Modellerneuerungen blieben aus.Man liftete die langsam alternden Modelle hier ein bisschen, da ein bisschen und dies über Jahre.

1967 übernahm Chrysler zu 100% den Rootes Konzern. Man wollte Nägel mit Köpfen machen. Der Konzernname Rootes wurde aufgegeben, der Konzern hiess neu Chrysler UK. Die Wagen besassen, wenn teilweise auch nur noch für kurze Zeit, ihre Markenbezeichnung, trugen jedoch irgendwo den "Chrysler-Stern". Man wollte zeigen, wer Herr im Hause ist und mit diesem Logo die Chryslerqualität demonstrieren. Wenn Chrysler jenseits des grossen Teichs zweifellos auch solide und gute Automobile baute, so traf dies immer noch nicht auf die in England fabrizierten Fahrzeuge zu. Die meisten Typen waren zwischenzeitlich erst recht in die Jahre gekommen und besassen teilweise noch Grundkonstruktionen aus den Fünfzigern.Auch die ewigen Streiks waren immer noch allgegenwärtig: "Trend zunehmend". Mittlerweile sah der neue Hausherr auch ein, dass das neuerbaute Imp-Werk in Schottland nur Geld verschlungen hatte. Die Verkäufe des kleinen Heckmotorwagens hinkten hinter dem Soll hinterher. Das Volk kaufte den Mini. Eine neue Rosskur wurde bald einmal durchgezogen. Das Mutterhaus in Auburn Hill wollte seine Tochter in England endlich einmal rentabel sehen.

Die alten Traditions-Markennamen wurden gestrichen und aufgegeben ! In der Zwischenzeit wurde auch Simca in Frankreich von Chrysler übernommen. Die Firma wurde in Chrysler France umbenannt. Danach begann für Chrysler Europe das Desaster vollends. Aus Simcas und Hillmans, bzw. Sunbeams wie sie später benannt wurden, jedoch auch neu entwickelten Modellen, die dann allerdings wieder den Markennamen Chrysler trugen, mixte man eine Modellpolitik und Typenvielfalt zusammen, wo selbst Fachleute und Händler nicht mehr zurecht kamen.Als dann auch noch der alte Traditionsname Talbot ausgegraben wurde und an irgend einer Kreuzung von Simca und Sunbeam-Wagen hing, da war die Verwirrung bei der Kundschaft perfekt.

Simca-Kunden suchten den Simcaschriftzug und Rootes-Kunden fanden z.B. den Sunbeamschriftzug nur noch am Heck eines ehemaligen Simca-Modells als Modellbezeichnung, das jetzt jedoch ein Talbot war !! Nie jedoch fehlte bei diesen Mixturen der Chryslerstern, das einzig Einheitliche.